Cross-cultural Training: Eine Bestandesaufnahme

Interkulturelle Kompetenzen werden gerade in Grosskonzernen immer wichtiger. Dieser Artikel stellt verschiedene Trainingsdesigns vor, mit denen diese Fähigkeiten entwickelt werden können. Die Techniken unterscheiden sich im Ausmass der Kulturorientierung (kulturspezifisch vs. kulturübergreifend) und bezüglich des Inhaltes (informations- vs. erfahrungsbezogen). Ziele solcher Weiterbildungen sind die Vermittlung von Kenntnissen über Besonderheiten und Traditionen von Kulturen, die Förderung von Kommunikationsfähigkeiten und Einfühlungsvermögen sowie die Verbesserung von Einstellungen gegenüber fremden Kulturen.

20.05.2009
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Übergreifende Themen zum Personalmanagement

1. Wer?, Wann?, Wo?

Prof. Dr. Andrea Graf, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre; Führung und Organisation, Universität Regensburg, hat folgenden Artikel verfasst:

  • Graf, Andrea (2007): Cross-cultural Training: Eine Bestandsaufnahme. In: Personal, 59. Jg. 2007, Nr. 1, S. 19-21

 

2. Woher?, Wohin?, Warum?

In internationalen Unternehmen bildet die Förderung interkultureller Fähigkeiten einen wichtigen Bestandteil der Personalentwicklung.

Für die Zusammenarbeit mit Menschen anderer Kulturen ist insbesondere ein spezifisches Wissen über die Tradition und die Kultur, ein flexibles Verhaltensrepertoire und eine aufgeschlossene Einstellung gegenüber fremden Kulturen wichtig.

Ausgeprägte interkulturelle Kompetenzen sind für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in einer international tätigen Unternehmung von grosser Bedeutung.

 

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Dieser Artikel stellt verschiedene Trainingsdesigns vor, die zur Förderung interkultureller Kompetenzen eingesetzt werden.

Im Artikel werden viercross-culturalTrainingsdesigns vorgestellt:

  • Informationsbezogene-kulturübergreifende Trainings:In solchen Weiterbildungen wird Wissen über verschiedene Kulturformen und deren Wirkungsbeziehungen vermittelt. Der kognitive Lerneffekt steht dabei im Zentrum des Interessens.
  • Informationsbezogene-kulturspezifische Trainings:Kulturspezifische Weiterbildungen können z. B. Sprachkurse, Seminare über Umweltbedingungen, Traditionen und Gebräuche des jeweiligen Landes sein. Gerade die Beherrschung der Landessprache ist im Arbeitsalltag sehr wichtig.
  • Kulturübergreifende-erfahrungsbezogene Trainings:In interkulturellen Handlungstrainings werden mit Hilfe von Rollenspielen Lösungen zu konkreten Problemstellungen erarbeitet und in der Gruppe diskutiert.
  • Kulturspezifisch-erfahrungsbezogene Trainings:In diese Kategorie fallen z. B.Sensitivity-Trainingsoder kulturspezifische Rollenspiele. Ersteres hat zum Ziel, Einstellungen und Verhaltensweisen gegenüber Personen anderer Kulturen zu beeinflussen. Letzteres wird von Managern sehr geschätzt, weil auf landesspezifische Elemente eingegangen wird und so ein klarer Praxisbezug ersichtlich ist.

Eine Kombination von informations- und erfahrungsbezogenen Techniken zur Vermittlung interkultureller Kompetenz ist sinnvoll. Als Vorbereitung für einen Auslandseinsatz sollten zusätzlich kulturspezifische Trainingsdesigns eingesetzt werden, die stark auf die Zielkultur fokussieren.

 

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

Der Artikel eignet sich für Personalverantwortliche, welche sich mit der Förderung interkultureller Kompetenzen befassen. Zudem kann er auch für Studenten und Forscher von Interesse sein.

 

5. Wie einzuschätzen?

Der Artikel ist gut gegliedert und fasst die verschiedenen Trainingsdesigns zur Förderung interkultureller Fähigkeiten gut zusammen.