Innovationen für den Mittelstand - Rückblick auf den SGO Themenabend

Innovationen können überall vorangetrieben werden. In einigen Fällen implizit als Teil der Firmenkultur, in anderen Fällen in den Managementprozessen integriert. Für KMU lassen sich daraus wertvolle Schlüsse ziehen.

05.05.2009
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Ideenmanagement / Betriebliches Vorschlagwesen

1. Wer, Wann, Wo ?

Prof. Dr. Gerhard Schewe, Inhaber des Lehrstules für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal & Innovation an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Dr. Stefan Becker, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Lehrstuhl von Prof. Schewe.

Zürich, 28. April 2009, im Zunfthaus zur Meise.

Innovationen für den Mittelstand

2. Woher, Wohin, Warum ?

Die SGO-Stiftung für praxisnahe Managementforschung hat in der Buchreihe uniscope die Publikation des Buches "Innovationen für den Mittelstand - Ein prozessorientierter Leitfaden für KMU" ermöglicht. Die beiden Autoren haben in ihrem einleitenden Referat vor allem folgende Punkte beleuchtet:

  • Problemstellung - wie kommt es im Mittelstand überhaupt zu Innovationen?
  • Promotoren - wer unterstützt eine Idee, dass daraus eine Innovation wird?
  • Referenzmodelle - welche Prozessmodelle bieten sich für den Mittelstand an?

In der nachfolgenden Paneldiskussion unter der Leitung von Hans Knöpfel diskutierten mit den beiden Autoren Heinz Imhasly, Luftseilbahnen Fiesch-Eggishorn AG, Dr. Christoph Kapp, NEK Umwelttechnik und Nadja Schnetzler, BrainStore AG, zu den verschiedenen Ansatzpunkten aus dem Referat.

Als Fazit darf gesagt werden, dass Innovationen überall vorangetrieben werden und möglich sind. In einigen Fällen passiert das implizit als Teil der Firmenkultur, in anderen Fällen ist es in den Managementprozessen integriert.

Aber: Keine KMU kann es sich leisten, Innovationen "l'art pour l'art" zu betreiben, es muss am Schluss ein wirtschaftlicher Erfolg da sein. Dies ist ein grosser Gegensatz zu Grossunternehmen, welche ohne weiteres auch grössere Fehlschläge bei den Innovationen verkraften können - und daraus dann weiter lernen. Dazu sind die entsprechenden F&E-Bereiche zuständig, welche es bei den KMU so nicht gibt.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Das Referenzmodell mit den drei Grundschritten

  • Ideengewinnung
  • Ideenakzeptierung
  • Ideenrealisierung

und den dazugehörigen Detaillierungen und Tools soll als Baukasten verstanden werden, um fehlendes zu ergänzen.

4. Für Wen, unter Welchen Bedingungen ?

Die Veranstaltung gab einen guten Überblick zum Thema und zum Buch. Dieses eignet sich für Unternehmensleiter, welche ihren Innovationsprozess optimieren wollen, ohne gleich ein umfassendes System aufzubauen. Das Referenzmodell und die im Kapitel 8 aufgeführten Instrumente des Innovationsmanagements sind als Toolbox zu verstehen, um Fehlendes zu ergänzen oder Mangelhaftes zu verbessern.

5. Wie einzuschätzen ?

Obwohl das Thema umfassend behandelt wird, sind die Anwendungssituationen für KMU zugeschnitten. Leicht lesbar, mit zahlreichen Grafiken und Tabellen unterlegt, enthält es für den Praktiker viele Anregungen.

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