Unternehmensnachfolge - Chance und Risiko

Viele Firmeninhaber sehen sich mit der Nachfolgeregelung konfrontiert. Eine frühzeitige Planung ist für eine befriedigende Nachfolgelösung sehr bedeutend. Bei einer familieninternen Lösung ist wichtig, dass der Junior in einem anderen Unternehmen Erfahrungen sammeln konnte, damit er gleich auf der obersten Führungsebene einsteigen kann. Bei der Fremdgeschäftsführung ist eine klare Kompetenzenaufteilung entscheidend, damit der externe Geschäftsführer genügend unternehmerische Spielräume hat. Stiftungslösungen oder der Unternehmensverkauf sind weitere Möglichkeiten der Firmenübergabe. Der Autor fasst die wichtigsten Erkenntnisse zur Firmenübergabe in zehn kurzen Regeln zusammen.

30.03.2009
Brun-Hagen Hennerkes
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Personalentwicklung

1. Wer, Wann, Wo ?

Hennerkes Brun-Hagen, Rechtsanwalt, Seniorpartner der Sozietät Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz in Stuttgart, hat folgenden Artikel verfasst:

  • Brun-Hagen, Hennerkes (2004): Unternehmensnachfolge – Chance und Risiko. In: Zeitschrift für Führung und Organisation, 73. Jg. 2004, Nr. 5, 266-269

Der Originalartikel "Unternehmensnachfolge - Chance und Risiko" ist in der Ausgabe 05/2004 der zfo erschienen und wurde exklusiv für das orgportal bereitgestellt. Registrierte Nutzer und registierte Mitglieder der gfo und der SGO können die Langfassung zu diesem Kurzformat auf dem orgportal einsehen.

2. Woher, Wohin, Warum ?

Nur zwei von drei Unternehmen werden von der zweiten Generation weitergeführt. Fast ein Drittel der Unternehmensübertragungen ist nicht freiwillig, sondern erfolgt aufgrund von Tod, Unfall oder Handlungsunfähigkeit des Unternehmers.

Familienunternehmer sollten sich neben dem Tagesgeschäft auch mit strategischen Fragen wie der Nachfolgeplanung beschäftigen.

Eine falsche Nachfolgekonzeption kann zu einem Gewinnrückgang führen und die Zusammenarbeit mit Lieferanten, Mitarbeiter und Banken gefährden.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Die Planung der Nachfolge muss ein elementarer Bestandteil der strategischen Unternehmensplanung sein und unabhängig vom Alter des Firmeninhabers laufend verfügbar sein.

Die interne Firmenübergabe muss sorgfältig geplant sein. Der Junior sollte sich nach Möglichkeit die Sporen in einem anderen Unternehmen abverdienen, damit er direkt in der obersten Führungsebene einsteigen kann.

Als Alternative zur familieninternen Nachfolge besteht die Möglichkeit einer externen Nachfolgeregelung. Nachfolgend werden die Fremdgeschäftsführung, die Stiftungslösung und der Unternehmensverkauf erläutert:

  • Fremdgeschäftsführung:Der Einsatz einer Fremdgeschäftsleitung bietet sich an, wenn die Firma im Besitz der Familie bleiben soll. Eine klare Trennung der Aufgaben ist bei dieser Nachfolgelösung sehr wichtig. Eine zu starke Einmischung des Seniors in das operative Geschäft beeinträchtigt die unternehmerische Freiheit des Geschäftsführers, was zu einem beträchtlichen Streitpotenzial führt.
  • Stiftungslösung:In den letzten Jahren hat die Zahl der Stiftungen beträchtlich zugenommen. Durch die Familienstiftung werden jene Familienmitglieder ohne Ambitionen auf eine aktive Rolle im Unternehmen finanziell abgesichert. Die Komplementärstiftung hat den Zweck, die Interessen der Eigentümerfamilie weiterhin zu berücksichtigen und damit die Kontinuität sicherzustellen.
  • Unternehmensverkauf:Der Verkauf der Firma ist eine weitere Variante. Für eine erfolgreiche Firmenübergabe sehr wichtig ist der richtige Verkaufszeitpunkt. Der Koordination der M&A-Berater, Investoren, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte und Steuerberater kommt eine wichtige Rolle zu, damit der Verkauf reibungslos über die Bühne geht und die Verunsicherung im Unternehmen möglichst gering bleibt.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Dieser Artikel eignet sich insbesondere für Firmeninhaber, die sich mit der Nachfolgeplanung auseinandersetzen. Er ist aber auch für Studierende und Wirtschaftsberater interessant.

5. Wie einzuschätzen ?

Die verschiedenen Möglichkeiten der Firmenübergabe werden in diesem Beitrag gut aufgezeigt und die zentralen Erkenntnisse in 10 Regeln zur Firmenübergabe zusammengefasst.

zfo_5_2004_Hennerkes.pdf

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