Netstructuring

Der Beitrag von v.d. Eichen/Hinterhuber/Mirow/Stahl verdeutlicht Managern, dass sie ihr Unternehmen öffnen, fokussieren und vernetzen müssen. Es wird anhand von zehn Anregungen gezeigt wie sie sich von den gewohnten Denkweisen verabschieden können.

26.10.2003
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Netzwerkorganisation

1. Wer?, Wann?, Wo?

Autoren: Stephan A. Friedrich v.d. Eichen: Vice President der Cell Consulting AG, Frankfurt, und Lehrbeauftragter für Strategisches Management an der European Business School in Oestrich-Winkel. Hans H. Hinterhuber: Leiter des Instituts für Unternehmensführung, Tourismus und Dienstleistungswirtschaft der Universität Innsbruck und Professor für Internationales Management an der Wirtschaftsuniversität Bocconi, Mailand. Michael Mirow: Professor am Institut für Technologie und Management der Technischen Universität Berlin. Heinz K. Stahl: Steuert als Professor das Froschungsnetzwerk der Universität Innsbruck. V.d. Eichen et. al haben folgenden Beitrag veröffentlicht:V.d. Eichen, S.A.F./Hinterhuber, H.H./Mirow, M./Stahl, H.K.: Das Netz knüpfen, in: Harvard Business Manager, August 2003, S. 99-107.

2. Woher?, Wohin?, Warum?

V.d. Eichen/Hinterhuber/Mirow/Stahl konzentrieren sich in ihrem Beitrag auf die Relevanz der Vernetzung und der damit zusammenhängenden Öffnung und Fokussierung von Unternehmen. Hierzu wurden die Topmanager der DAX-30-Unternehmen befragt bzw. um einen Erfahrungsaustausch gebeten.

3. Was?, Wie?, Welche Ergebnisse?

Beobachtungen haben gezeigt, dass sich viele Großkonzerne auf dem Weg der Öffnung, Fokussierung und Vernetzung befinden. Dennoch haben Studien gezeigt, dass die Manager nur 3 % ihrer Zeit dem Thema Zukunft widmen. Das Ziel dieser Restrukturierung ist es, durch einen Verbund loser Teile künftig flexibler und damit auch erfolgreicher agieren zu können und damit zu überleben. V.d. Eichen/Hinterhuber/Mirow/Stahl nennen dieses Überlebensprinzip "Netstructuring". Die Vernetzung führt dazu, dass viele Führungskräfte auf einen Teil ihrer Autonomie zugunsten des Netzwerks verzichten müssen. Dennoch bieten sich viele Chancen. Netstructuring steht für ein Bild der Zukunft, dass die Manager ermutigen könnte ihre eigenen Bilder zu überprüfen. Sowohl die zeitgemäße Führung als auch die richtige Aufstellung gehören zu diesem "Bauplan". V.d. Eichen/Hinterhuber/Mirow/Stahl haben auf Grundlage ihrer Befragung der DAX-30-Unternehmen zehn Anregungen für Manager zusammengestellt, die den Managern in diesen Zeiten helfen sollen:Nehmt nichts als gegeben hinSchafft Raum für gemeinsame DeutungenLasst eure Bilder sprechenFindet die passende RolleUnterwerft die Wertschöpfung einer dominanten LogikOrdnet eure Baustellen in einem BauplanÜberlasst die Vernetzung nicht dem ZufallÜberdenkt die Rolle der ZentraleHabt Lust auf WidersprücheLasst euch irritieren

4. Für wen?, Unter welchen Bedingungen?

V.d. Eichen/Hinterhuber/Mirow/Stahl zeigen, dass der Dialog zwischen Wissenschaftlern, Beratern und Managern sehr fruchtbar sein kann. Die detaillierten Ausführungen zu den oben aufgeführten Anregungen zeigen, wie tiefgründig und durchdacht ihr Konzept ist. Kaum ein Unternehmen bzw. eine Führungskraft in einem großen Konzern sollte es sich entgehen lassen diesen Artikel zu lesen. Eine Umsetzung dieser Ideen kann zu einer Wertsteigerung im Unternehmen führen.

5. Wie einzuschätzen?

Gerade in der heutigen Zeit ist es unerlässlich über Möglichkeiten der Verbesserung der Wettbewerbsposition nachzudenken. Hierzu gehört ebenfalls das Netstructuring, dass die Autoren in einem anschaulichen Konzept darstellen. Die Beschäftigung mit dem Thema der Vernetzung, speziell für große, zunehmend aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen scheint unverzichtbar.