Entnetzung: Ein Ansatz zur Netzwerk-Optimierung

Entnetzung ist keinesfalls das "Ende der Vernetzung". Entnetzung bezeichnet vielmehr einen Prozess der Netzwerk-Modifikation: Nicht die radikale Entkopplung, Auflösung oder Substitution von Netzwerken durch andere Organisationsformen wie Unternehmen oder Märkte, sondern die qualitativ und quantitativ modifizierte Vernetzung stehen im Mittelpunkt. Dieser Beitrag bietet einen systematischen Überblick über die möglichen Formen der Entnetzung.

25.05.2004
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Netzwerkorganisation

1. Wer, Wann, Wo ?

Autor: Prof. Dr. Michael Reiß, Inhaber des Lehrstuhls für Organisation an der Universität Stuttgart; Forschungsschwerpunkte: Strategiegerechte Organisation, Change Management, Netzwerkorganisation, Projektorganisation, Führung

2. Woher, Wohin, Warum ?

Angesichts der Dominanz des Vernetzungsparadigmas ist es verständlich, dass Entnetzungsphänomene wie Größenkontraktion, netzwerkinterne Erosion der Beziehungsstärke, Subnetz-Bildung und Knotenfusion im Rahmen der Analyse der Entwicklungsdynamik von Netzwerken bisher kaum untersucht wurden. Dabei besitzt Entnetzung im Sinne einer Verringerung des Vernetzungsgrads auch in einer vernetzten Welt hohe Relevanz.

Entnetzung ist dabei keinesfalls das "Ende der Vernetzung". Entnetzung bezeichnet vielmehr einen Prozess der Netzwerk-Modifikation: Nicht die radikale Entkopplung, Auflösung oder Substitution von Netzwerken durch andere Organisationsformen wie Unternehmen oder Märkte, sondern die qualitativ und quantitativ modifizierte Vernetzung stehen im Mittelpunkt.

3. Was, Wie, Welche Ergebnisse ?

Entnetzung ist einerseits die Folge der immanenten Instabilität und Hybridität von Netzwerk-Gebilden. Andererseits gelingt es durch eine Entnetzung, die economies of network besser auszuschöpfen und die diseconomies of network zu vermeiden. Der Beitrag gibt einen Überblick über die 12 wesentlichen Mechanismen der Entnetzung.

4. Für wen, unter welchen Bedingungen ?

Der Beitrag wendet sich an die interdisziplinäre Community von Organisationswissenschaftlern, strategischen Managern (SCM, Allianzen, ...) und Experten auf dem Gebiet der Personalführung (virtuelle, unternehmensübergreifende Arbeitswelten, ...). Praktikern wird ein Problembewusstsein für die optimale Dosierung der Vernetzungsintensität vermittelt.

5. Wie einzuschätzen ?

Explorativer, kompakter Werkstattbericht zu einem bisher vernachlässigten Sektor der Netzwerkforschung.

Das Langformat des Beitrages können sie unter nachfolgendem Link einsehen.

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 Entnetzungportallang (102 kB)